Das Team der hauptamtlich Mitarbeitenden ist oft die erste Stimme und das erste Gesicht dem man in der AIDS-Hilfe begegnet.

Der Leiter der Beratungsstelle ist Andreas Rau. 

Er steht als Ansprechpartner für Kooperationspartner, die Politik, Spender und Sponsoren gerne zur Verfügung.

Als qualifizierter Youthworker bietet er Projekttage und Informationsveranstaltungen für Hagener Jugendliche in Schulen und Jugendeinrichtungen an und bildet Multiplikatoren aus.

Erreichen kann man ihn telefonisch zu seiner Präsenzzeit Montags von 09:00 - 10:00 und 13:00 - 14:00. Außerhalb dieser Zeiten ist er im Unterricht unterwegs oder erledigt Büroarbeiten und ist deswegen sehr schwer zu erreichen.  Eine Alternative zum Telefonat ist deswegen eine eMail.


Foto Andreas Rau

"AIDS ist auch nicht mehr das, was es mal war." Das wir diesen Satz heute sagen können, hätte vor 30 Jahren niemand gedacht. Das war die Zeit, in der mein Engagement für die AIDS-Hilfe begann.
"Bald sind sie sowieso tot", dachte ich noch1986, als zahlreiche Freund*innen von mir nach und nach an den Folgen von AIDS gestorben sind. Ich ahnte, dass dieses Sterben etwas mit dem Leben, dass wir zu dieser Zeit lebten zu tun hatte. Irgendwas mit Sex, irgendwas mit meinem Schwulsein. Ich hatte Angst. Aber Antworten auf meine drängenden Fragen fand ich nirgendwo, nicht bei meinen Lehrer*innen, nicht bei Mitschülern, die sich verlegen grinsend weg drehten, nicht bei Eltern, nicht bei Ärzten oder gar der Politik.
Auf der Suche nach Antworten traf ich neue Freund*innen und Mitstreiter*innen und die Gründung erster AIDS-Hilfen im Ruhrgebiet folgte.
Der Wunsch, an der Aufklärung mitzuwirken und an der aktuellen Situation etwas für mich und meine Freunde zu verändern wurde mir zu einer Lebensaufgabe. Ich wurde Erzieher, dann Lehrer für Erwachsenenbildung und bin heute Mentor für Sozial- und Gesundheitsfragen und seit mehr als 24 Jahren für die Hagener AIDS-Hilfe als "Hauptamtler" tätig.
Heute bin ich es, der versucht Antworten zu geben und so zu verhindern, dass sich Menschen allein aus Unwissenheit mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen anstecken. Als Youthworker kläre ich daher schwerpunktmäßig Jugendliche und ihre Erzieher*innen, Lehrer*innen und Eltern auf.
Die Arbeit hat sich verändert. Das alte AIDS damals hat Menschen stigmatisiert und getötet. Heute muss das nicht mehr sein. Die Menschen haben gelernt, damit umzugehen und auch, sich vor Ansteckungen zu schützen. Vielleicht habe auch ich einen Anteil daran gehabt. Vielleicht sind der eine oder andere Gast dieser Seite und ich uns auch schon mal begegnet. Ich habe nichts gegen ein Wiedersehen.
Heute bin ich auch noch in Schulen und Jugendeinrichtungen aktiv. Aber auch online und in den sozialen Medien. Heute rede ich auch nicht mehr soviel über Kondome. Klar, die schützen auch heute noch. Aber Aufklärung hat sich verändert und muss auch Menschen erreichen, die bereits infiziert sind. Aufklärung bedeutet nicht nur Schutz vor Krankheiten, sondern auch Antidiskriminierung, Solidarität und die Erkenntnis, dass Safer Sex und Gesundheit mehr sind, als die Abwesenheit von Krankheit und auch mehr, als die Verwendung von Kondomen. So verstehe ich meinen Beruf heute.


 

Die Ansprechpartnerin für Beratung und Begleitung ist Melanie Luczak.

Sie koordiniert das Beratungs- und Begleitungsteam sowie die Sozialrechtsberatung. Weiterhin ist Frau Luczak für die Testberatung während des Tages zuständig. Auch der Erstkontakt für Menschen mit HIV und AIDS findet bei ihr statt.

Erreichen kann man sie telefonisch meist Dienstags bis Donnerstags von 10:00 bis 14:00 Uhr. Da sie häufig in Beratungsgesprächen ist ist eine eMail oft die bessere Alternative.


Foto Melanie Luczak

Im Jahr 1999 habe ich während meines Studiums zur Diplom-Pädagogin nach einer ehrenamtlichen Aufgabe gesucht und bin damals auf eine Anzeige der AIDS-Hilfe Bochum gestoßen. Dort wurde eine Schulung für zukünftige ehrenamtliche Mitarbeiter*innen angeboten. So kam es dazu, dass ich ehrenamtlich im Bereich HIV/AIDS tätig wurde. Die Arbeit hat mit so viel Spaß bereitet, dass ich dieses Thema direkt mit in mein Studium eingebunden habe und meine Diplomarbeit über „Möglichkeiten und Grenzen psychosozialer Beratung und Begleitung in AIDS-Hilfen“ geschrieben habe.
Ich hatte mein persönliches „Wunsch-Arbeitsgebiet“ gefunden und wie der Zufall es so wollte, stieß ich zum Ende meines Studiums auf eine Stellenausschreibung der AIDS-Hilfe Hagen. So kam es dazu, dass ich seit Anfang 2002 hier arbeite und es macht mir immer noch sehr viel Freude.

In den fast 15 Jahren meiner Tätigkeit hat sich einiges verändert. Die Testberatung ist hinzu gekommen - um nur einen Aspekt hier zu nennen.

Aber mein Motto ist: „Jede Veränderung bietet neue Chancen!“ Und die vielschichtige Arbeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen - seien es die Ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen oder den Ratsuchenden macht mir so viel Spaß, dass ich behaupten kann: ich möchte nirgendwo anders arbeiten. Und das sehe ich als großes Glück, denn nicht Jede*r hat den Job seines Lebens gefunden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die AIDS-Hilfe Hagen auf finanziell sicheren Beinen steht, denn das ist der einzige Wermutstropfen, den wir bei unserer Arbeit seit Jahren als Päckchen mit uns tragen.

  

 

 

 

 

 

 


Newsletter



Joomla Extensions powered by Joobi

Benutzer

JSN Epic template designed by JoomlaShine.com